Digitalisierung

Die Zukunft in die Gegenwart integrieren

Die Digitalisierung ist heutzutage eine große Herausforderung für Unternehmen – egal ob groß oder klein. Der Wandel ist nicht aufzuhalten und schreitet immer schneller voran. Sie betrifft Industrie, Handwerk, Dienstleistungen und Handel gleichermaßen. Die Unterstützung der Wirtschaft bei der Digitalisierung und die damit einhergehende Stärkung des Wirtschaftsstandorts Ingolstadt ist Kernaufgabe der Wirtschaftsförderung.

Angesichts knapper Ressourcen, technologischer Entwicklungen und zunehmendem Wettbewerb ist eine stärkere Verflechtung und Kooperation mit anderen Partnern zu einzelnen wirtschaftlichen Bereichen sinnvoll, um die Standortqualität der gesamten Region zu verbessern. Aus diesem Grund setzt die IFG in diesem Tätigkeitsfeld auf Kooperationen und Arbeitsgruppen zur künstlichen Intelligenz und zu virtuellen Technologien mit verschiedenen Experten und die Vernetzung unterschiedlicher Akteure.

"Digitales Ingolstadt – Zukunftsfähiges Ingolstadt"

Im November 2017 hat die IFG im Rahmen des Stadtratbeschlusses „Digitales Ingolstadt – Zukunftsfähiges Ingolstadt“ den Auftrag erhalten, Strategien zur Förderung des digitalen Mittelstandes und zur Ansiedlung digitaler Unternehmen zu erarbeiten. Dieses Maßnahmenpaket ist sehr langfristig ausgelegt und die Erarbeitung erfolgt sukzessive, um den Wirtschaftsstandort und die hier angesiedelten Unternehmen nachhaltig in eine digitale (Arbeits-)Welt zu begleiten.

Unser D#Ing

"Dein, Mein, Unser D#Ing"

Traditionell standen Stadt und Handel in einer engen Wechselbeziehung und lange Zeit galten die Innenstädte als die zentralen Orte des Handelsgeschehens. Die Digitalisierung verändert den Einzelhandel jedoch nun unumkehrbar.

Es gibt kaum Produkte, die man nicht im Internet kaufen kann - Fakt ist, der Online-Handel wächst. Im Jahr 2018 wurden im E-Commerce-Markt in Deutschland rund 53,3 Milliarden Euro umgesetzt. Laut Prognose des Handelsverbands Deutschland wird sich der Umsatz im Online-Handel in Deutschland im Jahr 2019 auf 57,8 Milliarden Euro belaufen.

Bislang werden die Effekte des Online-Handels jedoch eher getrennt vom stationären Handel – d.h. im Sinne von zwei getrennten Welten betrachtet, so ein Ergebnis der Publikation des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung „Online-Handel – Mögliche räumliche Auswirkungen auf Innenstädte, Stadtteil- und Ortszentren“. In der heutigen Zeit ist es jedoch nicht sinnvoll diese Bereiche trennscharf voneinander abzugrenzen. Aus unserem modernen Leben ist das Internet nicht wegzudenken und eine komplette Trennung von Lebensbereichen in on- und offline nicht mehr vorstellbar. Aus diesem Grund ist vermehrt zu beobachten, dass sogar „reine“ Online-Händler stationäre Geschäfte aufbauen. Letztlich wünschen sich die Kunden Erlebnisse, die rein virtuell nicht zu erreichen sind.

Die Kundinnen und Kunden müssen dort abgeholt werden, wo sie gerade einkaufen wollen - beim Einkaufsbummel in der Innenstadt, mit dem Tablet von zuhause oder von unterwegs per Smartphone. Zukünftiger Erfolg ist abhängig von der smarten Verknüpfung von Online- und Offline-Handel. Das Internet wird zum Showroom des stationären Handels und das Ziel ist es online mit offline zu verschmelzen.

Generell bringt die Digitalisierung große Chancen und Potentiale mit sich. Allerdings unter der Voraussetzung, dass der stationäre Handel Konzepte und Geschäftsprozesse den digitalen Trends anpasst.

 

Schulungsprogramm

Um die Ingolstädter Gewerbetreibenden auf diesem Weg unterstützen zu können, gab es im Zeitraum von Juni bis Oktober ein umfangreiches Schulungsprogramm. In zehn kostenfreien spannenden Workshops konnten sich die Teilnehmer konkrete Hilfestellung und Unterstützung bei den wesentlichen Fragestellungen zur Digitalisierung in Handel, Handwerk und Gewerbe einholen.

Weitere Informationen zu unserer Knohow-Offensive sowie die dazugehörigen Schulungsunterlagen finden Sie hier.

Bits don't bite

Digitalisierung im Handwerk

Bereits 2017 schloss sich die IFG mit der Handwerkskammer für München und Oberbayern und den UnternehmerFrauen im Handwerk der Region 10 e.V.  zusammen und rief die Veranstaltungsreihe „BITS DON’T BITE“ ins Leben. Ziel ist es, Handwerksunternehmen auf dem Weg in die digitale Zukunft zu unterstützen und das Potential der Digitalisierung im Handwerk sichtbar zu machen. Im Rahmen der Initiative sollen Impulse gesetzt, Hilfe zur Selbsthilfe geleistet, der Austausch der Unternehmer untereinander gefördert und ein Netzwerk kreiert werden.

Über die verschiedenen Veranstaltungsformate wird zielgerichtet konkrete Hilfestellung geleistet. So werden im Jahr 2019 unter anderem die Themen "Cyber Security", „Unternehmenskultur im Digitalen Zeitalter“ sowie "Virtual Reality" aufgegriffen.
Für die Vermittlung der Kenntnisse und Fähigkeiten holen wir uns renommierte Redner und Experten mit ins Boot, um den Gästen der Veranstaltungen einen wirklichen Mehrwert zu bieten.

Neben den regelmäßigen Workshops im Rahmen der Bits don't bite-Reihe fand im Frühjahr auch ein Digitalisierungs-Projektwettbewerb statt, bei dem wir die spannendsten Digitalisierungsprojekte aus den regionalen Handwerksbetrieben gesucht und attraktive Preise für die Gewinner ausgelobt haben. Bei unserem "Unternehmenskultur"-Workshop am 11. Juli haben wir schließlich die besten Projekte gekürt und die Preise verliehen.
Wenn Sie wissen möchten, wer die Preisträger waren, lesen Sie hier weiter!

Unter dem Menüpunkt Aktuelles bleiben Sie immer auf dem Laufenden, was die Termine der nächsten Workshops und weitere Neuigkeiten zur "Bits don't bite"-Reihe anbelangt,  

IN Campus

IN-Campus

Ein wichtiges Projekt zur Förderung der Ansiedlung von innovativen Unternehmen sowie zur Förderung von Zukunftstechnologien ist zudem die Sanierung des ehemaligen Bayernoil-Raffineriegeländes. Durch das Joint Venture IN-Campus mit der AUDI AG entsteht hier schrittweise ein Spitzentechnologiezentrum für zukunftsweisende Innovationen.  Mit aufwendigen Recyclingmethoden wird die Schadstoffbelastungen von Boden, Bodenluft und Grundwasser aus dem ehemaligen Raffineriebetrieb des 75 Hektar großen Areals beseitigt, um wieder eine gewerblich-industrielle Nutzung in einem gesunden Aufenthalts- und Arbeitsumfeld sicherzustellen.