Ukraine-Krise: Informationen für Unternehmen

Die Ukraine-Krise hat beeinträchtigende wirtschaftliche Auswirkungen. Davon sind auch regionale Unternehmen betroffen, vor allem diejenigen mit Geschäftsbeziehungen nach Russland und in die Ukraine. Die Kontakte in diese Krisengebiete sind stark eingeschränkt, vorübergehend eingestellt oder komplett abgebrochen. Es kommt zu Einschränkungen bei Lieferketten und der Energieversorgung. Zusätzlich erschweren Sanktionen und Gegensanktionen die wirtschaftliche Lage.

Als Wirtschaftsförderungsgesellschaft möchten wir betroffene Unternehmen aus der Region, die Fragen und Unterstützungsbedarf haben, so gut wie möglich informieren. Auf dieser Seite erhalten sie nützliche Informationen und Links, die Ihnen beim Umgang mit den Folgen der Ukraine-Krise weiterhelfen können.

Nützliche Auskunftsstellen

Im Folgenden haben wir Links zentraler Auskunftsstellen gebündelt, die umfassende Informationen zum Ukraine-Krieg zur Verfügung stellen.

Industrie- und Handelskammer (IHK) für München und Oberbayern

Die IHK für München und Oberbayern informiert betroffene Unternehmen auf einer Sonderseite über die Ukraine-Krise. Dort finden Sie eine detaillierte Übersicht über die gegen Russland erlassenen Sanktionen einzelner Länder, sowie Russlands Gegensanktionen. Außerdem geht die IHK, zum Beispiel, auf Themen wie finanzielle Unterstützungsangebote und Schutz vor Cyberattacken ein.

Hier geht es zu den Informationen der IHK München und Oberbayern.

Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi)

Das Bayerische StMWi bietet breitgefächerte Informationen zur Ukraine-Krise an. Von aktuellen Unterstützungsangeboten für bayerische Unternehmen, Sanktionen, Informationen zu Einschränkungen bei Produktion, Lieferketten und Personalfragen, Herausforderungen der stabilen Energieversorgung, bis hin zu Sicherheit und Reisewarnungen, sind auf dieser Seite alle wichtigen Hinweise übersichtlich aufgeführt.

Zu den Informationen des StMWi.

Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)

Der DIHK liefert vielfältige Informationen zur Ukraine-Krise und deren Folgen für deutsche Unternehmen. Es werden Informationen über aktuelle Entwicklungen, Sanktionen, sowie Ein- und Ausreise bereitgestellt. Zudem reagiert der DIHK mit einem umfangreichen Fragen- und Antwortkatalog auf den hohen Informationsbedarf.

Informationen des DIHK.

Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK)

Die AHK stellt ein breitgefächertes Informationsangebot zur Ukraine-Krise zur Verfügung. Sie informiert Unternehmen über Sanktionen, Ein- und Ausreise, Finanztransaktionen, und weiteren Fragen rund um Geschäftsbeziehungen zu Russland. Außerdem bietet die AHK spezielle Angebote, wie eine Krisen-Hotline, ein Krisen-Q&A, und einen Sanktionsnewsletter an.

Weitere Informationen der AHK.

Informationen für betroffene Unternehmen

Im Folgenden können Sie sich näher zu einzelnen Fokusthemen informieren wie der Einstellung von Flüchtlingen, Sanktionen, möglichen finanziellen Unterstützungsangeboten, Cyber-Sicherheit. Zusätzlich sind hilfreiche AnsprechpartnerInnen angegeben.

Arbeitsaufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine

Die Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine stellt die Kommunen vor große Herausforderungen. Hierzu gehört auch die Integration ukrainischer Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt.

Viele Unternehmen interessieren sich dafür, Geflüchtete aus der Ukraine einzustellen. Bevor eine Erwerbstätigkeit aufgenommen werden kann, sollten grundsätzliche Fragen zur Einreise, Aufenthaltsrecht, Arbeitsrecht und Sozialversicherungsrecht geklärt sein. Das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) gibt Antworten auf die häufigsten Fragen zur Einreise und zum Aufenthalt in Deutschland. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) stellt einen FAQ-Leitfaden zu aufenthaltsrechtlichen, arbeitsrechtlichen und sozialversicherungsrechtlichen Fragen zur Verfügung. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bietet eine Hotline zum Thema Arbeiten und Leben Deutschland an.

Die Bundesagentur für Arbeit stellt eine Übersicht über die Möglichkeiten, Menschen mit Fluchthintergrund einzustellen, zur Verfügung. Die Integration in den regionalen Arbeitsmarkt erfolgt überwiegend durch die örtlichen Arbeitsagenturen. Die Agentur für Arbeit Ingolstadt bietet Vermittlungsangebote für regionale Unternehmen an, die daran interessiert sind, Flüchtlinge einzustellen. ArbeitgeberInnen, die Geflüchtete mit Arbeits- bzw. Ausbildungsangeboten unterstützen möchten, können sich an den Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Ingolstadt über die lokale Service-Rufnummer 0841 / 9338 -111 wenden.

Die Internetplattform sprungbrett into work für geflüchtete Menschen aus der Ukraine, richtet sich an bayerische ArbeitgeberInnen und ukrainische Flüchtlinge, die Arbeit in Bayern suchen. Die Plattform wird durch die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) e.V. umgesetzt und hilft bei der Jobvermittlung von ukrainischen Geflüchteten. Neben umfangreichen Informationen zur Beschäftigungsaufnahme auf der Website, bietet sprungbrett into work zusätzlich eine zweisprachige Hotline (Telefon: +49 89-189 552 91-11), und eine E-Mail (hotline@no-spam-pleasesprungbrett-into-work.de) an, die sowohl bayerischen Unternehmen als auch Geflüchteten zur Verfügung steht. Zusätzlich wird auf der Internetplattform auf die Taskforce FKS+ der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. hingewiesen, die Unternehmen und Verbände bei der Integration der Geflüchteten in den Arbeitsmarkt unterstützt. Darüber hinaus stellt die Initiative sprungbrett into work Angebote vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e.V. vor, wie beispielsweise das Kompetenzermittlungsverfahren KoJACK und Deutschsprachkurse für Anfänger und Fortgeschrittene (online, hybrid und in Präsenz).

Informationen zu Sanktionen und wirtschaftlichen Auswirkungen

Viele deutsche Unternehmen spüren die wirtschaftlichen Auswirkungen der Ukraine-Krise. Sie sind entweder direkt durch Sanktionen/ Gegensanktionen und Geschäftsbeziehungen betroffen, oder indirekt, z.B. wegen steigender Energiepreise, Transportproblemen oder Lieferengpässen.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat Fragen und Antworten zu den Auswirkungen der Russland-Sanktionen auf Unternehmen zusammengestellt.

Beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erhalten Sie einen aktuellen Überblick über erlassene Sanktionen.

Die deutsche Zollbehörde bietet eine Übersicht über die Beschränkungen des Embargos gegen Russland.

Finanzielle Unterstützungsangebote

Der Ukraine-Krieg hat gravierende wirtschaftliche Auswirkungen, vor allem auf energieintensive Unternehmen sowie Betriebe, denen mit den Sanktionen die Handelsgrundlage für ihr Geschäft genommen worden ist. Die Bundesregierung hat daher zur finanziellen Unterstützung von betroffenen deutschen Unternehmen das umfassende Maßnahmenpaket „Schutzschild der Bundesregierung für vom Krieg betroffene Unternehmen“ beschlossen. Das Maßnahmenpaket beabsichtigt die Unternehmensliquidität kurzfristig sicherzustellen und extreme Erdgas- und Strompreisanstiege in energie- und handelsintensiven Branchen unmittelbar zu dämpfen.

Das Schutzschild besteht aus fünf Fördermaßnahmen: (1) einem KfW-Kreditprogramm, (2) Erweiterungen bei den Bund-Länder-Bürgschaftsprogrammen, (3) befristeten Zuschüssen für Energiekosten, (4) zielgerichteten Eigen- und Hybridkapitalhilfen, und (5) einem speziellen Finanzierungsprogramm, das Energieunternehmen bei bestimmten Liquiditätsengpässen unterstützt. Der fünfte Punkt richtet sich insbesondere an Energieunternehmen im Terminhandel an der Energiebörse.

Eine detaillierte Übersicht über die beschlossenen Maßnahmen stellt das Bundesministerium der Finanzen zur Verfügung.

Die einzelnen Fördermaßnahmen werden derzeit ausgestaltet. Das KfW-Kreditprogramm und die Bürgschaftsprogramme werden zuerst starten können, die anderen Maßnahmen folgen danach.

Bayerische Unternehmen erhalten auf der Ukraine Sonderseite des Bayerischen Staatsministeriums unter dem Punkt „Finanzielle Unterstützung“ einen Überblick über aktuelle Unterstützungsangebote. Diese beinhalten unter anderem Finanzierungsangebote der LfA Förderbank Bayern, Unterstützungen im Rahmen der Bayerischen Regionalförderung und der Beantragung von Kurzarbeitergeld. 

Cyber-Sicherheit

Aufgrund der Ukraine-Krise besteht ein erhöhtes Risiko, Opfer von Cyberangriffen zu werden. Deshalb werden Unternehmen darauf hingewiesen, sich ihrer Abwehrfähigkeit zu versichern und die Warnhinweise der zuständigen Behörden ernst zu nehmen und umzusetzen. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BFV) hat zum Thema Cybersicherheit einen Sicherheitshinweis für die Wirtschaft veröffentlicht. Weitere Hinweise finden Sie auf der Ukraine Sonderseite des Bayerischen Staatsministeriums unter dem Punkt „Cyber-Sicherheit“.

Ansprechpartner

Untenstehend haben wir für Sie relevante Ansprechpartner zusammengetragen, die Ihre Fragen beantworten und Sie zu weiterführenden Hilfs- und Unterstützungsangeboten beraten können.

Die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK) bietet die Krisenhotline +7 495 234 49 54 an.

An den Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) können Sie sich über das Postfach krise@no-spam-pleasedihk.de wenden.  

Das Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie ist unter der E-Mail-Adresse ukraine@no-spam-pleasestmwi.bayern.de zu erreichen.

Als Ansprechpartnerin bei der IHK München und Oberbayern ist Dr. Jutta Albrecht aufgeführt. Sie ist per Telefon +49 89 5116-1367 oder per E-Mail albrechtj@muenchen.ihk.de zu erreichen.

 

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