Nachhaltiges Attraktivitätsprogramm Ingolstadt

Das Förderprogramm "Nachhaltiges Attraktivitätsprogramm" dient dazu, mit nachhaltiger Wirkung die Attraktivität der Stadt Ingolstadt zu fördern. Branchenübergreifende Projekte und Initiativen dienen zur langfristigen Steigerung der Standortattraktivität der (Innen-)Stadt als Wirtschafts- und Einzelhandelsstandort. Mit Mitteln aus dem Strukturfonds werden deshalb die folgenden Initiativen und Projekte gefördert.

Unterstützung der Kultur- und Kreativwirtschaft

Da die Kultur- und Kreativwirtschaft eine der Branchen ist, die am meisten von der Coronakrise betroffen ist, jedoch enorm auf die Lebensqualität und Attraktivität einer Stadt einzahlt, ist es der IFG ein besonderes Anliegen die Branche und ihre VertreterInnen gesamtheitlich bei den folgenden Maßnahmen zu unterstützen:

Werbekampagne „Wir sind hier“

Mit der Kampagne „Wir sind hier“ macht der Verein Neue Sicht e.V. auf die Kultur- und Kreativwirtschaft in Ingolstadt und Umgebung aufmerksam. Sie zeigen, wer dahintersteckt, wie hoch die Diversität in der Kultur- und Kreativwirtschaft ist und wie weit verbreitet und verzweigt ihre Wirkungsfelder sind. Sie erinnern daran, dass das Angebot von Kunst und Kultur keine Selbstverständlichkeit ist und es AuftraggeberInnen, Engagements und Publikum braucht, um weiterarbeiten zu können. In ehrenamtlichem Engagement wurde die Kampagne im zweiten Lockdown entwickelt und Kultur- und Kreativschaffende aus Ingolstadt und der Region wurden dazu aufgerufen, sich auf freiwilliger Basis zu beteiligen. Knapp 100 Kreativschaffende stehen hinter der Kampagne, über 20 weitere branchenfremde Unternehmen und Privatpersonen unterstützen das Vorhaben durch die Bereitstellung von Werbeflächen und Social Media Postings.

leerelos

Aufgrund der aktuellen Herausforderungen der Corona Pandemie führt das Altstadttheater ein künstlerisches Projekt zur temporären Belebung der Innenstadt im Frühjahr/Sommer 2021 durch. In dem dreistufigen Prozess werden mit „leerelos“ die (Schau-)Fenster der Leerstände in der Ingolstädter Innenstadt über unterschiedliche Gestaltungsarten bespielt und mit Leben erfüllt. Mit diesem Projekt rücken diese Räume ins Zentrum und thematisieren unterschiedliche aktuelle Strömungen in der (lokalen-) Gesellschaft: die Sehnsucht der Menschen nach erlebbarer Kunst und Kultur, die immer weiter ansteigenden Leerstandszahlen, das Motiv des Flanierens im Lockdown als einzig mögliche Freizeitgestaltung im Freien und der Wunsch nach Abwechslung bei dieser Beschäftigung. Zur Belebung der Innenstadt und Steigerung der Attraktivität des Zentrums durch das Projekt sollen die einzelnen Bausteine für das Publikum komplett (kosten)frei zugänglich sein.

  • Stufe I: Fotografische Dokumentation und künstlerische Erweiterung der Leerstände
  • Stufe II: Podcast mit geführtem Spaziergang durch die Stadt
  • Stufe III: Umwandlung von Leerständen zu Kunstwerken

Entwicklungsprozess Innenstadt

Im Juli 2020 startete die IFG den Runden Tisch Innenstadt als Lenkungsinstrument zur Entwicklung eines nachhaltigen und handlungsorientierten Stadtmarketings und -managements. Aus der Vielzahl von ca. 500 konkreten Ideen und Problemfelder, vorab eingereicht von den Bürgerinnen und Bürgern, hat der Runde Tisch fünf übergeordnete Themenwerkstätten identifiziert: Stadtmanagement, Stadtaktion, Stadtgesicht, Stadtmobilität und Stadtstrategie. Diese wiederrum teilen sich in weitere Arbeitskreise auf, in denen sich knapp 300 Bürgerinnen und Bürger einbrachten. Nach der Sammlung und Priorisierung der Ideen sowie Ausarbeitung in den Arbeitskreisen wurden diese zur Prüfung an die Verwaltung gespiegelt und eine Einschätzung zur Machbarkeit eingeholt. Das Ergebnis wird in Form eines umfassenden Maßnahmenkonzepts im Juli 2021 vom Stadtrat verabschiedet. Die Umsetzung einzelner Sofortmaßnahmen erfolgt bereits parallel.

Förderung von Events

(Groß-)Veranstaltungen beeinflussen die Wahrnehmung des Stadtbilds der Bürgerinnen und Bürger, sorgen für eine gestärkte Identifizierung mit der Stadt und sind damit ein wichtiger Impuls, um Abwanderung zu verhindern. Andererseits haben gewisse Veranstaltungen eine überregionale Strahlkraft, die dabei unterstützt, die Stadt als attraktiven Standort mit hoher Lebensqualität zu positionieren. Folgende Veranstaltungen werden 2021 daher mit Mitteln aus dem Strukturprogramm gesponsort:

Wissenschaftskongress 2022

Ingolstadt ist Standort exzellenter anwendungsorientierter Wissenschaft und Forschung. Künstliche Intelligenz, Mobilität der Zukunft sowie die ethische und gesellschaftliche Einbindung der Digitalisierung in den Alltag prägen die Entwicklung Ingolstadts zu einem einmaligen Wissenschaftscluster. Entsprechend spiegeln sich die Themen in Inhalt und Aufbau des ersten Ingolstädter Wissenschaftskongresses wider, der diese Spitzenforschung überregional sichtbar machen wird. Unter dem Motto „Künstliche Intelligenz – Innovationen für die Stadt von morgen!“ veranstaltet die IFG Ingolstadt AöR und ihre Tochtergesellschaft ITK (Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH) vom 30.06. bis 01.07.2022 gemeinsam mit der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI), der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU-EI) und dem digitales Gründerzentrum brigk den 1. Ingolstädter Wissenschaftskongress. Seine besondere Strahlkraft erhält die Veranstaltung dabei durch:

  • Hochkarätiges, vielschichtiges Programm
  • Renommierte Redner/-innen
  • Profilgebende Inhalte, u.a. im Hinblick auf die Entwicklung Ingolstadts zur Innovationsregion
  • Einzigartige Kombination von Wissenschaft und Technologie.

Der Themenfokus unterstützt zudem die aktuelle wissenschaftliche Profilierung Ingolstadts, die sich u.a. in der Zukunftscluster-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Hightech Agenda Bayerns mit Ingolstadt als KI-Mobilitätsknoten manifestiert.

Darüber hinaus wird druch den Kongress der Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und einem interessierten Fachpublikum angeregen.

Lokales Kundenbindungsinstrument

Mit der Local Loyalty App soll ein modernes, nachhaltiges Kundenbindungsinstrument für lokale Gewerbetreibende geschaffen werden, um lokale Wirtschaftskreise, insbesondere durch Kaufkraftbindung vor Ort zu stärken. In einer App werden bestehende (analoge) Einzelmaßnahmen aufgenommen, zeitgemäß weiterentwickelt und um zusätzliche Bausteine erweitert. Durch ein smartes Bonussystem und intelligente Vernetzung von Kooperationspartnern und Kunden wird das Kauferlebnis verbessert, die Attraktivität des innerstädtischen Einzelhandels gesteigert und ein positiver wirtschaftlicher Nachhaltigkeitseffekt erzielt. Integriert wird beispielsweise der  analoge Innenstadtgutschein „ShopIN-card“ und Onlineplattform „Order Local“ und das bisher analoge City-Ticket. Durch zusätzliche vernetzte Funktionen sollen Bonuspunkte  auch in Museen oder bei Veranstaltungen gesammelt und eingesetzt werden können – auch eine Spende an regionale gemeinnützige Projekte soll möglich werden. Die Liste der integrierten Funktionen ist nicht abschließend, wird durch Nutzer- und Bedarfsanalysen laufend erweitert und schafft somit einen echten Mehrwert für alle Altersgruppen.

Ansprechpartner

Maike Weiland

Abteilungsleitung Wirtschaft und Innovation
0841/305 3010
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Dr. Carsten Doerenkamp

Innovationsmanagement
0841 / 305 3023
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