Innovationsmanagement

Bereits seit mehreren Jahren hat sich die Wirtschaftsförderung der Digitalisierung verschrieben und verschiedene Projekte in diesem Bereich realisiert, um den Standort zukunftssicher aufzustellen und die Arbeitsplätze in der Region zu sichern.

In den letzten Monaten fand unter Georg Rosenfeld, dem neuen Vorstand für Wirtschaftsförderung und Digitalisierung, nun eine weitere strategische Fokussierung in Richtung des kommunalen Innovationsmanagements statt.

Künftig wird besonderes Augenmerk auf die Gestaltung des Strukturwandels vor dem Hintergrund der Digitalisierung sowie auf die Wissenschaftsförderung und Technologie- bzw. Transferinitiativen gelegt. Erste Schritte dabei sind die Anbahnung und das Management von Initiativen und Förderprojekten für zukunftstreibende Themen wie die Wasserstoff-Mobilität, die Konzeption einer Technologie-Transfer-Strategie oder die Entwicklung eines von der Innovationsregion gemeinsam getragenen Zukunftsbilds für den Wissenschaftsstandort Ingolstadt.

Darüber hinaus unterstützt die IFG zahlreiche regionale Maßnahmen und Projekte, die einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung und Sicherung des Technologiestandorts Ingolstadt leisten.

AI@motion

Strategiepapier AI@motion

In Zusammenarbeit mit der AUDI AG und der Technischen Hochschule Ingolstadt wurde unter dem Titel „AI@motion“ ein Papier zur Forschungsstrategie Ingolstadts im Bereich der Künstlichen Intelligenz erarbeitet. Die Ingolstädter Vorschläge haben Eingang in die Pläne der bayerischen Staatsregierung gefunden, die Ministerpräsident Markus Söder kürzlich in seiner Regierungserklärung „Hightech Agenda Bayern“ darlegte.  Er kündigte darin an, die Forschung in diesem Bereich massiv auszubauen und stellte hierfür ein Investitionsvolumen von 600 Millionen Euro in Aussicht. Bayern soll zu einem KI-Netzwerk werden, in dem Ingolstadt einen zentralen Knotenpunkt darstellen wird – den Mobilitätsknoten.

In Ingolstadt herrschen die besten Voraussetzungen, um die KI-gestützte Automobilproduktion sowie autonomes Fahren und unbemanntes Fliegen weiter auszubauen.

Dadurch, dass die THI im Rahmen der Hightech Agenda sowohl durch zusätzliches Personal als auch durch den Neubau für digitale Lehrstühle und durch den Campus in Neuburg unterstützt wird, kann der Wissenschaftsstandort weiter gestärkt werden. Die Vision, eine der führenden Regionen für künstliche Intelligenz zu werden rückt so ein Stück näher.

Johann-Helfenzrieder-Transformations-Preis

Die Stadt Ingolstadt wird ab 2020 den Johann-Helfenzrieder-Transformations-Preis zur Förderung neuer digitaler Technologien und zu ihrer Entwicklung bis zur Marktreife und unternehmerischen Verwaltung am Standort Ingolstadt vergeben.
Der Preis soll Ingolstadt in seinem beständigen Technologiewandel stärken, Wissenschaftler vor Ort und aus dem deutschsprachigen Raum für den Standort interessieren und die Prototypenentwicklung auf Basis erarbeiteter Forschungsergebnisse forcieren.

Für den Preis stehen jeweils innerhalb von zwei Haushaltsjahren 50.000 Euro als Preisgeld zur Verfügung.

Angesprochen werden sollen junge Wissenschaftler und Forscher aus dem wissenschaftlichen Umfeld, die eine Idee im Bereich der Digitalisierung, KI, Biosensorik oder verwandter Bereiche entwickelt und erforscht haben und diese gerne zur Unternehmensgründung in Ingolstadt führen wollen. 

Die Bewerbungsfrist läuft vom 31. Oktober 2019 bis 15. Januar 2020.

Weitere Informationen zum Preis bzw. zur Ausschreibung finden Sie unter www.ingolstadt.de/helfenzriederpreis.

Logo Ignaz Kögler Stiftung

Exzellenzstiftung Ingolstädter Wissenschaft - Ignaz Kögler

Im Rahmen der städtischen Digitalisierungsstrategie wurde in diesem Jahr auch eine Wissenschaftsstiftung errichtet, der Georg Rosenfeld als Vorstand vorsteht.
Das Ziel der Stiftung ist es, anwendungsorientierte Forschung im Spitzenbereich am Standort nachhaltig zu fördern, indem alle Wissenschaftseinrichtungen Ingolstadts miteinander verbunden werden.

Stadt, Privatleuten, Unternehmen und Organisationen soll ermöglicht werden, anwendungsorientierte Forschung zu profilieren und zu unterstützen. Die Wissenschaftsstiftung wird über ihren Wissenschaftsrat Forschungs- und Gründungsstipendien für Projekte aus dem digitalen Bereich vergeben.

Generell strebt die Stadt Ingolstadt auf diese Weise die Stärkung und Weiterentwicklung des Wissenschaftsstandortes, die Förderung von Ansiedlungen sowie die Diversifizierung der örtlichen Wirtschaft und deren Versorgung mit hochqualifizierten Fachkräften.

Die Stiftung trägt den Namen „Exzellenzstiftung Ingolstädter Wissenschaft – Ignaz Kögler“ und ist nach dem Jesuiten Ignaz Kögler benannt, der in Ingolstadt lernte und lehrte und stellvertretend für alle namhaften Ingolstädter Forscher in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft steht.