Preisträger Projektwettbewerb
Preisträger und Jurymitglieder v.l.n.r.:

Monika Uhlmann (UnternehmerFrauen), Hans-Jörg Heidenreich (HWK), Bernhard Lindner (Lindner Steinmetz GmbH, Sonderpreis Handwerk), Andreas Mayr (Schreinerei Mayr, 2. Platz), Maximilian Mayer (IFG), Raphael Eckstein (eckstein Bedachungen, 1. Platz), Maike Weiland (IFG)

Auszeichnung der Preisträger im BITS DON'T BITE-Projektwettbewerb

Im Rahmen des BITS DON’T BITE-Workshops am 11.07.2019, der mit rund 50 Teilnehmern in der neuen Firmenzentrale der Schabmüller Unternehmensgruppe im „Ludwigsgarten“ stattfand, gab es neben dem Vortrag zum Leitthema „Unternehmenskultur“ ein weiteres Highlight.

Gespannt warteten die Teilnehmer auf die Prämierung der Preisträger des Digitalisierungs-Projektwettbewerbs, den die IFG Ingolstadt zusammen mit der Handwerkskammer für München und Oberbayern und den UnternehmerFrauen im Handwerk im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative „BITS DON’T BITE – Chancen der Digitalisierung im Handwerk“ Anfang des Jahres ausgerufen hat. Zahlreiche lokale Handwerker aus den unterschiedlichsten Branchen reichten Ihre Digitalisierungsprojekte und -maßnahmen ein. Das Spektrum reichte dabei von Prozessoptimierungen und der Digitalisierung von Betriebsabläufen über die Modernisierung des Maschinenbestands bis hin zur Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle.

Der Sonderpreis des Handwerks ging an die Lindner Steinmetz GmbH, die mit der Anschaffung neuer CNC-Maschinen zur Steinbearbeitung und der Einführung eines ERP-Systems zwei Projekte ins Rennen geschickt hat und die Jury auch mit der enormen Investitions- und Risikobereitschaft überzeugen konnte.

Auf dem dritten Platz landete die Rapidfacture GmbH aus Pfaffenhofen. Mit ihrer All-in-One-Softwarelösung unter anderem zur Digitalisierung von Verwaltungsabläufen, Auftragsabwicklung und Produktionsplanung unterstützen sie Handwerksbetriebe auf dem Weg in die digitale Zukunft.

Mit der Online-Plattform zum individuellen Design von Schreinermöbeln „Schrankheld.de“ konnte die Schreinerei Mayr den zweiten Platz erreichen. Kunden können sich dort bequem ihre Schreinermöbel selbst gestalten und bestellen. Mit der Entwicklung dieses neuen Vertriebswegs strebt das Unternehmen an, die eigene Zielgruppe zu erweitern und neue Märkte zu erschließen.

Die Jury am meisten überzeugt und damit den ersten Platz belegt hat die eckstein Bedachungen GmbH, die Drohnen zur Inspektion, Vermessung und Dokumentation von Dächern einsetzt. Auf diese Weise wird die Mitarbeitersicherheit erhöht und eine schnelle und unkomplizierte Auftragsabwicklung ermöglicht. Zum einen konnten so die internen Betriebsabläufe optimiert werden. Darüber hinaus hat die Jury jedoch besonders überzeugt, dass ausgehend vom Bestandsbetrieb ein zusätzliches neues digitales Geschäftsmodell aufgebaut wurde, das mittlerweile als eigene Sparte „Airview Bavaria“ im familiengeführten Betrieb integriert wurde.

Auch die eingereichten Projekten, die letztendlich nicht unter den Preisträgern waren, zeigten sehr vielversprechende und innovative Ansätze und beweisen damit eindrucksvoll, dass die Handwerksunternehmen der Region den Weg der Digitalisierung bereits erfolgreich angehen und daher positiv in die Zukunft blicken können.

Wirtschaftsstandort Ingolstadt: Top oder Flop?

IHK-Standortumfrage 2019

Ingolstadt – Gewerbeflächen, Verkehrsanbindung, Fachkräfte – diese und viele weitere Faktoren müssen stimmen, damit sich Unternehmen an einem Standort wohlfühlen. Um herauszufinden, wo die heimischen Betriebe Stärken und Schwächen sehen, verschickt die IHK ab dem 1. Juli einen zweiseitigen Fragebogen an rund 2.000 stichprobenartig ausgewählte Firmen in Ingolstadt.

 

„Auch wenn Oberbayern zu den weltweit erfolgreichsten Wirtschaftsregionen gehört, müssen die Standortfaktoren im Interesse der Unternehmen regelmäßig geprüft und wenn nötig nachjustiert werden“, sagt Fritz Peters, Vorsitzender des IHK-Regional­ausschusses Ingolstadt. Peters bittet die Unternehmen daher um rege Beteiligung. Die Ergebnisse der IHK-Standortumfrage sollen ab Oktober veröffentlicht werden. „Die IHK will die Bedürfnisse der Betriebe lösungsorientiert in die Kommunalpolitik einbringen“, sagt Peters. Als Beispiele nennt der Vorsitzende konkrete Rückmeldungen der Unternehmen zum Bedarf an Gewerbeflächen oder Wohnraum für Mitarbeiter sowie zur Verkehrsinfrastruktur. Bei der letzten Befragung im Jahr 2017 erzielte Ingolstadt als Wirtschaftsstandort die Gesamtnote 1,9. Spitzenreiter wurde München mit der Note 1,7.

 

Für die zum dritten Mal durchgeführte Studie werden in ganz Oberbayern etwa
50.000 Unternehmen befragt. Die Auswertung erfolgt für den gesamten Regierungs­bezirk sowie alle seine Landkreise und kreisfreien Städte anonym. Unternehmen, die an der Studie teilnehmen möchten, aber keinen Fragebogen bekommen haben, können sich an Rebecca Wippersteg, Referentin für Standortberatung, Statistik und Raum­planung bei der IHK für München und Oberbayern wenden, telefonisch unter
(089) 5116 1117 oder per Mail an wippersteg@no-spam-pleasemuenchen.ihk.de.

Erweiterung des IFG-Vorstandes um Dr. Georg Rosenfeld

27.MAI 2019

 

Dr. Georg Rosenfeld ist seit Mai neuer Vorstand für Wirtschaftsförderung und Digitalisierung bei der IFG. Zuletzt war er Vorstandsmitglied der Fraunhofer-Gesellschaft.

In seiner Sitzung vom 27. Februar hat der Stadtrat Dr. Georg Rosenfeld zum zweiten Vorstand der IFG bestimmt. Seit Anfang Mai verantwortet er nun den Aufgabenbereich Wirtschaftsförderung und Digitalisierung. Der promovierte Physiker war seit 1999 in verschiedenen leitenden Funktionen der Fraunhofer-Gesellschaft tätig, zuletzt als Vorstand für Technologiemarketing und Geschäftsmodelle und Vorsitzender der Fraunhofer-Zukunftsstiftung. Gegenüber knapp 40 weiteren Bewerbern hat sich der 53-Jährige im Auswahlgremium des Stadtrates durchgesetzt.

 

Der von Dr. Rosenfeld verantwortete Fachbereich fokussiert sich darauf, das wirtschafts- und innovationsfreundliche Klima am Standort weiter zu fördern und so zur Zukunftssicherung Ingolstadts beizutragen.

 

Vor dem Hintergrund der Digitalisierung werden insbesondere die strategische Ansiedlung von innovativen Unternehmen verstärkt, sowie anwendungsnahe Forschungs- und Entwicklungsinitiativen und Technologietransfer-Aktivitäten in Zukunftsfeldern unterstützt. Zu seinem Aufgabenbereich zählt zudem die Entwicklung und der Verkauf von Gewerbe- und Industrieflächen, die Betreuung und Förderung des Tourismus und die Standortwerbung für Ingolstadt.

Durch die zweite Vorstandsposition wird der Bereich Wirtschaftsförderung und Digitalisierung noch stärker forciert.

 

„Ich freue mich, dass wir mit Herrn Dr. Rosenfeld einen absoluten Fachmann von Fraunhofer für Zukunftstechnologien für uns gewinnen konnten“, unterstreicht Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel. „Unser gemeinsames Ziel ist es, neue zukunftsfähige und fair bezahlte Arbeitsplätze am Standort zu schaffen. Seine ersten Aufgaben werden Maßnahmen zur weiteren Stärkung der Wasserstoff-Technologie, Künstlichen Intelligenz und des Hochschul-Ausbaus sein. Hinzu kommt die Erarbeitung einer Technologietransfer-Strategie für den Standort.“

 

Norbert Forster, der die Geschicke der IFG seit 2013 allein leitete, verantwortet als Vorstand für Finanzen und Immobilien weiter die großen Bauprojekte der Gesellschaft, die öffentliche Parkraumbewirtschaftung, die gewerbliche Vermietung (auch im Güterverkehrszentrum) und die interne Verwaltung. „Durch die zweite Vorstandposition ist es ab sofort möglich, uns noch intensiver mit den jeweiligen Themengebieten auseinanderzusetzen. Ich freue mich sehr über die Unterstützung und auf die Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Rosenfeld", so Forster.

Der Mann der Stunde freut sich über die Herausforderungen, die mit der neuen Aufgabe verbunden sind und das entgegengebrachte Vertrauen. „Wir können nicht nur in großen Unternehmen, sondern auch bei den kleinen und mittelständischen Firmen dazu beitragen, dass die digitale Transformation positiv genutzt werden kann und dadurch Arbeitsplätze gesichert und zusätzlich geschaffen werden", davon ist Rosenfeld überzeugt.

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