VGI newMIND

Neue öffentliche Mobilität durch Innovation, Nachhaltigkeit und Digitalisierung

Mit dem Projekt „newMIND“ unterstützt die IFG Ingolstadt den Zweckverband Verkehrsgemeinschaft Region Ingolstadt (VGI). Hierbei soll die öffentliche Mobilität durch Innovation, Nachhaltigkeit und Digitalisierung neu gedacht werden, um die Verkehrswende gemeinsam zu beschreiten.   

VGI „newMIND“

Im Zusammenspiel mit der Region 10, der IHK für München und Oberbayern, der IFG, sowie Vertretern der regionalen Wirtschaft und Wissenschaft, entwickelt die VGI den ÖPNV stetig weiter. Ein großes Maßnahmenpaket mit Fokus auf Angebots- und Attraktivitätssteigerung des ÖPNV in der Region 10 wurde beim Förderprogramm „Modellprojekte zur Stärkung des ÖPNV“ über den Projektträger Bundesamt für Güterverkehr eingereicht. Die eingereichten Maßnahmen basieren auf der „ÖPNV Initiative 2020 Plus“ und verstärken deren Wirkung. Weitere Teile der unten beschriebenen Themenfelder werden bereits in den beiden Projekten „KIVI“ und „IN2H2“ durch das BMVI gefördert.

 

Angebotsausbau

Der Kunde soll durch ein attraktives ÖPNV-Angebot überzeugt werden. Aus diesem Grund steht vor allem der Angebotsausbau des Linienverkehrs im Fokus. Es wird angestrebt, im städtischen Raum einen Fahrzeitentakt von 15 Minuten sowie im ländlichen Umland von 30 Minuten zu realisieren. Ebenso wird angedacht, das Nachtliniennetz vom aktuellen Stundentakt auf einen halbstündigen Takt aufzuwerten (21 bis 24 Uhr).
Das Tarifportfolio soll durch ein digitales und flexibles Home-Office-Abo ergänzt werden, wodurch auch Personen mit weniger Arbeitsfahrtagen im Monat vom Komfort eines Abos profitieren können. Des Weiteren werden die drei Verbundlandkreise (Pfaffenhofen, Neuburg-Schrobenhausen und Eichstätt) vollumfänglich in die bestehenden Auskunfts- und Vertriebssysteme der INVG integriert.

 

KI im ÖPNV

Künstliche Intelligenz bietet vielfältige Möglichkeiten zur Optimierung des bestehenden ÖPNV. Das Artificial Intelligence Network Ingolstadt (AININ) und das digitale Gründerzentraum (brigk) sind eingebunden, um das bestehende ÖPNV-Angebot im Bereich Digitalisierung weiter zu optimieren. Diskutiert werden verschiedene Ansätze, wie die Priorisierung des ÖPNV an einigen Verkehrsknotenpunkten, die Erweiterung des Busbeschleunigungsprogramms mit S-Buslinien und Nachtbuslinien sowie die Ausweitung von KI-gestützter Ampelprogrammierung an Kreuzungen in den Außenbezirken. Schnittmengen ergeben sich hierbei insbesondere zu den laufenden Innovationsprojekten KIVI – Künstliche Intelligenz im Verkehrssystem Ingolstadts und dem digitalen Zwilling SaVe NoW.

Digitale Anreize

Digitale Ansätze können vielfältig sein und bilden einen wichtigen Baustein für ein angenehmes Fahrerlebnis mit hohem Fahrgastnutzen im ÖPNV. So könnte beispielsweise eine flächendeckende Ausstattung von Haltestellen mit QR-Codes, dem Kunden via Smartphone Informationen und Auskünfte in Echtzeit bereitstellen.

Im Hackadon Vol.3 des Digitalen Gründungszentrums brigk haben zudem 160 teilnehmende Akteure an kreativen und innovativen Lösungsideen gearbeitet. Die Gewinnergruppe hat mit ArINa eine erste Version einer mobilen Spiele-App entwickelt, welche Augmented Reality einsetzt, um die Busfahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Diese Projektidee soll weiter gefördert werden.

(Multimodale) Mobilitäts-App

Auf Basis der vorhandenen INVG-App soll diese zu einer einheitlichen multimodalen Mobilitätsplattform für die gesamte Planungsregion 10 erweitert werden. Neben der Reiseroutenplanung steht die Einbindung weiterer Verkehrsträger im Vordergrund. Durch die Einbindung der multimodalen Mobilitätformen, wie E-Scooter, Taxi und Mitfahrgelegenheit, wird der klassische ÖPNV zielgerichtet erweitert.  

Kommunikation und Beteiligung

Es wird eine einheitliche Kommunikations- und Beteiligungsstrategie entwickelt, die ein Bewusstsein für die neue öffentliche Mobilität und somit für die Marke "VGI newMIND" schafft. Dabei sollen die Bürgerinnen und Bürger auf die große Relevanz klimafreundlicher Mobilität und nachhaltigen Umweltschutzes aufmerksam gemacht werden. Hierbei sollen die Bürger durch eine Kombination aus Vor-Ort-Formaten und digitalen Veranstaltungen für „newMIND“ sensibilisiert werden. In Kooperation mit der KU ist angedacht, eine Customer-Mobility-Journey zu erarbeiten, um tiefe Empathie für das Mobilitätsverhalten der Ingolstädter Bürgerinnen und Bürger zu entfachen.     
 

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